UX-Redesign richtig angehen: So optimierst du deine Plattform ohne deine Nutzer zu verlieren

Deine Plattform läuft seit Jahren, die Nutzerzahlen sind stabil, aber irgendwie fühlt sich alles etwas angestaubt an. Die Konkurrenz hat aufgeholt. Die Support-Anfragen häufen sich. Und das Feedback deiner Nutzer wird zunehmend kritischer: „Die Navigation ist verwirrend.“ „Ich finde nie, was ich suche.“ „Warum muss ich für diese einfache Aufgabe fünf Klicks machen?“

Kommt dir das bekannt vor?

Dann wird es vermutlich Zeit für ein UX-Redesign. Aber halt, bevor du jetzt voller Tatendrang alles über den Haufen wirfst und deine Plattform von Grund auf neu gestaltest, lass uns gemeinsam einen Schritt zurücktreten. Denn ein Redesign ist kein Frühjahrsputz, bei dem du einfach mal eben die Möbel umstellst. Es ist ein strategischer Prozess, der gut durchdacht sein will.

Ein Redesign ist auch eine Investition. Aber eine, die sich rechnet: Weniger Support-Aufwand, schnellere Einarbeitung neuer Nutzer, höhere Kundenzufriedenheit und damit langfristige Kundenbindung. Für Entscheider ist das keine reine Kostenfrage, sondern eine strategische Entscheidung.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du ein UX-Redesign für deine Plattform richtig angehst. Du erfährst, wann ein Redesign wirklich sinnvoll ist, welche Phasen du durchlaufen solltest und welche Fehler du unbedingt vermeiden musst.

Bereit? Dann lass uns loslegen.

Das erwartet dich in diesem Artikel:

Was genau ist ein UX-Redesign und was nicht?

Bevor wir in die Tiefe gehen, möchte ich kurz klären, wovon wir eigentlich sprechen. Denn der Begriff „Redesign“ wird oft missverstanden.

Ein UX-Redesign ist nicht einfach nur ein neuer Anstrich. Es geht nicht darum, ein paar Farben auszutauschen, eine modernere Schrift zu wählen oder hier und da ein Icon zu aktualisieren. Das wäre ein visuelles Refresh. Auch wichtig, aber etwas völlig anderes.

Ein echtes UX-Redesign geht tiefer. Es betrachtet die gesamte Nutzererfahrung deiner Plattform: Wie navigieren Menschen durch deine Anwendung? Wo bleiben sie hängen? Was frustriert sie? Welche Aufgaben wollen sie erledigen und wie einfach machst du es ihnen?

Bei einem UX-Redesign hinterfragst du bestehende Strukturen, Abläufe und Interaktionsmuster. Du analysierst, was funktioniert und was nicht. Und dann gestaltest du die Erfahrung so um, dass sie besser zu den Bedürfnissen deiner Nutzer passt.

Mein Tipp
Bevor du mit einem Redesign startest, frag dich ehrlich: Brauche ich wirklich ein komplettes UX-Redesign? Oder reichen gezielte Optimierungen? Manchmal ist weniger mehr. Ein iterativer Ansatz mit kleinen Verbesserungen kann genauso wirkungsvoll sein und ist oft weniger riskant.

7 Anzeichen, dass deine Plattform ein Redesign braucht

Nicht jede Plattform braucht ein Redesign. Aber es gibt klare Warnsignale, auf die du achten solltest. Hier sind sieben Anzeichen, die darauf hindeuten, dass es Zeit für eine grundlegende Überarbeitung ist.

Deine Nutzerzahlen stagnieren oder sinken

Wenn trotz gleichbleibendem oder sogar höherem Marketingbudget immer weniger Menschen deine Plattform aktiv nutzen, stimmt etwas nicht. Natürlich kann das viele Gründe haben. Aber oft liegt es an einer veralteten oder unzureichenden Nutzererfahrung.

Menschen haben heute wenig Geduld. Wenn deine Plattform umständlich zu bedienen ist, suchen sie nach Alternativen. So einfach ist das.

Die Absprungraten sind alarmierend

Schau dir deine Analytics an. Wo verlassen die Menschen deine Plattform? Gibt es bestimmte Workflows oder Prozesse, bei denen besonders viele abbrechen?

Eine hohe Abbruchrate bei einem wichtigen Prozess wie dem Onboarding neuer Nutzer, der Konfiguration eines Dashboards oder der Erstellung eines Reports ist ein deutliches Warnsignal. Hier verlierst du nicht nur potenzielle Kunden, sondern auch die Zeit deines Support-Teams, das die Lücken füllen muss.

Dein Support-Team beantwortet immer dieselben Fragen

Das ist ein Klassiker. Wenn deine Support-Mitarbeiter täglich erklären müssen, wo eine bestimmte Funktion zu finden ist oder wie ein Prozess funktioniert, hast du ein UX-Problem. Deine Plattform ist nicht selbsterklärend.

Führe mal eine Analyse deiner häufigsten Support-Anfragen durch. Die Muster, die du erkennst, zeigen dir genau, wo deine UX verbessert werden muss.

Organisches Wachstum ist zum Wildwuchs geworden

Am Anfang war alles übersichtlich. Dann kam Feature A dazu, dann Feature B, dann eine Erweiterung hier, eine Sonderfunktion dort. Über die Jahre ist deine Plattform gewachsen wie ein wilder Garten, der nie beschnitten wurde.

Das Ergebnis? Eine Navigation, die niemand mehr versteht. Funktionen, die versteckt sind. Redundante Bereiche. Inkonsistente Designmuster. Wenn du selbst manchmal vergisst, wo was zu finden ist, wie soll es dann deinen Nutzern gehen?

Besonders bei B2B-Plattformen kommt hinzu: Unterschiedliche Nutzerrollen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Was für den Administrator übersichtlich ist, kann für den Endanwender verwirrend sein. Wenn du merkst, dass bestimmte Nutzergruppen systematisch Probleme haben, ist das ein klares Signal.

Die Technik hält nicht mehr mit

Manchmal ist ein Redesign auch aus technischen Gründen notwendig. Performance-Probleme, keine responsive Darstellung auf mobilen Geräten, veraltete Frameworks.

Gerade bei Enterprise-Software und SaaS-Plattformen spielt auch das Thema Legacy-Systeme eine Rolle. Wenn deine Plattform auf Technologie basiert, die nicht mehr weiterentwickelt wird oder die Integration moderner Funktionen erschwert, kann ein Redesign auch technisch notwendig werden.

Deine Zielgruppe hat sich verändert

Plattformen entwickeln sich weiter und ihre Nutzer auch. Vielleicht hast du ursprünglich für eine bestimmte Zielgruppe entwickelt, aber inzwischen nutzen ganz andere Menschen deine Plattform. Oder die Erwartungen deiner ursprünglichen Zielgruppe haben sich gewandelt.

Was vor fünf Jahren als modern galt, kann heute überholt sein. Nutzer, die privat intuitive Apps gewohnt sind, erwarten dieselbe Einfachheit auch bei ihrer Arbeitssoftware.

Die Konkurrenz zieht an dir vorbei

Beobachte deine Wettbewerber. Haben sie kürzlich ihre Plattformen überarbeitet? Bieten sie eine bessere Nutzererfahrung?

Nutzer vergleichen, bewusst oder unbewusst. Und wenn die Alternative einfacher, schöner oder schneller ist, werden sie wechseln. Bei B2B-Software dauert dieser Wechsel zwar länger, aber wenn der Leidensdruck groß genug ist, nehmen Unternehmen auch den Aufwand einer Migration in Kauf.

Die 5 Phasen eines erfolgreichen UX-Redesigns

Du hast festgestellt, dass ein Redesign notwendig ist. Wie gehst du jetzt vor? Ich empfehle einen strukturierten Prozess in fünf Phasen.

Phase 1: Analyse und Bestandsaufnahme

Bevor du irgendetwas änderst, musst du verstehen, was ist. Und zwar wirklich verstehen, nicht nur oberflächlich vermuten.

Führe eine umfassende UX-Analyse deiner bestehenden Plattform durch. Wo sind die Stärken? Wo die Schwächen? Welche Bereiche funktionieren gut und sollten erhalten bleiben? Welche verursachen Probleme?

Dafür stehen dir verschiedene Methoden zur Verfügung. Analytics-Daten zeigen dir, wo Nutzer ihre Zeit verbringen und wo sie abbrechen. Heatmaps und Session-Recordings (aufgezeichnete Nutzersitzungen) durch Tools wie Hotjar oder Clarity machen sichtbar, wie Nutzer tatsächlich mit deiner Plattform interagieren. Nutzer-Feedback aus Umfragen, Reviews und Support-Anfragen gibt dir direkte Einblicke. Und ein Experten-Review durch einen UX-Spezialisten bewertet deine Plattform nach etablierten Usability-Heuristiken.

Dokumentiere alles sorgfältig. Diese Analyse ist dein Fundament.

Phase 2: Nutzerforschung

Hier wird es spannend. Und leider wird diese Phase viel zu oft übersprungen. Das ist ein schwerwiegender Fehler.

Du kannst noch so gute Ideen haben. Wenn sie nicht zu deinen Nutzern passen, bringen sie nichts. Deshalb musst du mit echten Menschen sprechen.

Führe qualitative Interviews durch. Frag nach Zielen, Herausforderungen und Erwartungen. Beobachte, wie Menschen deine Plattform nutzen. Wo stolpern sie? Was frustriert sie? Besonders wertvoll sind Usability-Tests, bei denen du Nutzern konkrete Aufgaben gibst und beobachtest, wie sie diese lösen.

Bei B2B-Plattformen ist es wichtig, verschiedene Nutzerrollen einzubeziehen. Ein Administrator hat andere Bedürfnisse als ein Sachbearbeiter, der Power-User andere als der Gelegenheitsnutzer. Sprich mit allen relevanten Gruppen.

Mein Tipp: Sprich nicht nur mit deinen zufriedenen Power-Usern. Sprich auch mit Menschen, die deine Plattform verlassen haben oder selten nutzen. Gerade deren Feedback bringt dir die wertvollsten Erkenntnisse.

Phase 3: Strategie und Konzeption

Jetzt hast du jede Menge Daten und Erkenntnisse gesammelt. Zeit, daraus eine Strategie zu entwickeln.

Definiere klare Ziele für dein Redesign. Was genau willst du erreichen? Die Adoption Rate erhöhen? Die Zeit bis zur ersten erfolgreichen Nutzung verkürzen? Die Support-Anfragen reduzieren? Die Task Completion Rate verbessern? Sei so konkret wie möglich. „Die UX verbessern“ ist kein Ziel. „Die durchschnittliche Zeit für die Erstellung eines Reports von 15 auf 5 Minuten senken“ schon.

Entwickle dann ein Konzept für die neue Nutzererfahrung. Das umfasst die Informationsarchitektur, also wie die Inhalte und Funktionen strukturiert sein sollen. Definiere die User Flows (Nutzerpfade) für die wichtigsten Prozesse. Erstelle Wireframes, die die grundlegende Struktur der wichtigsten Screens skizzieren.

Involviere in dieser Phase unbedingt dein gesamtes Team. Ein Redesign betrifft nicht nur Designer. Auch Entwickler, Product Manager und Stakeholder sollten eingebunden werden.

Phase 4: Design und Prototyping

Jetzt wird es visuell.

Gestalte zunächst ein visuelles Konzept. Wie soll die neue Plattform aussehen und sich anfühlen? Entwickle ein Design-System mit konsistenten Farben, Typografie, Komponenten und Interaktionsmustern. Gerade bei komplexen B2B-Anwendungen ist ein solides Design-System entscheidend. Es sorgt für Konsistenz über alle Bereiche der Plattform hinweg und erleichtert spätere Erweiterungen.

Dann erstellst du Mockups der wichtigsten Seiten und Screens. Diese zeigen, wie das finale Design aussehen wird. Baue anschließend einen klickbaren Prototypen. Das ist entscheidend, denn ein Prototyp lässt sich testen, bevor du auch nur eine Zeile Code schreibst.

Teste den Prototypen mit echten Nutzern. Beobachte, ob das neue Design die Probleme löst, die du identifiziert hast. Wenn nicht, iteriere. Es ist viel günstiger, jetzt Änderungen vorzunehmen als später im entwickelten Produkt.

Phase 5: Entwicklung und Launch

Die letzte Phase ist die Umsetzung. Dein Design wird in funktionierende Software übersetzt.

Arbeite eng mit deinem Entwicklungsteam zusammen. Stelle sicher, dass das implementierte Design dem Entwurf entspricht. Oft gehen in der Entwicklung Details verloren. Bleib wachsam.

Plane den Launch sorgfältig. Ein Redesign ist für deine Nutzer eine große Veränderung. Überlege, ob ein stufenweiser Rollout sinnvoll ist. Gerade bei Enterprise-Kunden kann es sinnvoll sein, das neue Design zunächst mit ausgewählten Pilot-Kunden zu testen, bevor du es für alle ausrollst.

Bereite eine gute Kommunikation vor. Erkläre deinen Nutzern, was sich ändert und warum. Bei B2B-Software solltest du auch Schulungsmaterialien und Dokumentation aktualisieren. Plane gegebenenfalls Webinare oder Trainings für Key-User ein.

Die größten Fehler beim Redesign und wie du sie vermeidest

Jetzt kennst du den idealen Prozess. Aber in der Praxis lauern viele Fallstricke.

Redesign ohne echte Nutzerforschung

Das ist der größte und häufigste Fehler. Teams verlassen sich auf Annahmen statt auf echte Daten. „Wir wissen ja, was unsere Nutzer wollen.“ Wirklich? Woher?

Ich habe schon so viele Projekte gesehen, bei denen viel Geld in ein Redesign investiert wurde, das am Ende niemand wollte. Weil niemand die Nutzer gefragt hat. Nimm dir die Zeit für echte Nutzerforschung. Das ist keine optionale Zusatzleistung, sondern das Fundament jedes erfolgreichen Redesigns.

Der Versuch, alles gleichzeitig zu ändern

Ein Redesign ist kein Alles-oder-nichts-Projekt. Wenn du versuchst, alles gleichzeitig zu ändern, wird es schnell chaotisch. Das Projekt zieht sich in die Länge. Die Kosten explodieren. Und am Ende weißt du nicht mal, welche Änderung welchen Effekt hatte.

Besser: Priorisiere rigoros. Was sind die wichtigsten Probleme? Welche Änderungen haben den größten Impact? Fokussiere dich darauf. Andere Verbesserungen können in späteren Iterationen folgen.

Bewährtes über Bord werfen

Nur weil etwas alt ist, ist es nicht automatisch schlecht. Bei vielen Redesigns werden Dinge geändert, die eigentlich gut funktioniert haben.

Das Ergebnis: Nutzer verlieren vertraute Muster und sind frustriert.

Ein SaaS-Unternehmen, mit dem ich gearbeitet habe, hat bei einem Redesign die Position der Hauptnavigation geändert. Die Nutzer waren langjährige Anwender, die täglich mehrere Stunden mit der Software arbeiteten. Die Support-Anfragen explodierten. Menschen, die seit Jahren dieselbe Plattform nutzten, fanden plötzlich ihre wichtigsten Funktionen nicht mehr. Die Änderung musste zurückgenommen werden.

Analysiere sorgfältig, was funktioniert. Diese Elemente solltest du erhalten oder behutsam weiterentwickeln.

Technische Machbarkeit ignorieren

Ein noch so gutes Design nützt nichts, wenn es nicht sauber umgesetzt werden kann. Oft sehen Entwürfe fantastisch aus, aber in der Entwicklung werden Kompromisse gemacht. Am Ende ist das Produkt langsam, buggy oder weicht stark vom Design ab.

Beziehe deine Entwickler von Anfang an ein. Kläre frühzeitig, was technisch möglich ist und was nicht. Gerade bei gewachsenen Plattformen mit Legacy-Code können bestimmte Änderungen aufwändiger sein als gedacht. Plane ausreichend Zeit für Qualitätssicherung ein.

Den Launch unterschätzen

Ein Redesign ist nicht vorbei, wenn die neue Version live geht. Im Gegenteil, dann fängt eine kritische Phase erst an.

Plane den Launch genauso sorgfältig wie die Entwicklung. Richte Monitoring ein, um Nutzungsverhalten und potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Sei bereit, schnell auf Feedback zu reagieren. Und kommuniziere proaktiv mit deinen Kunden, besonders bei Enterprise-Software, wo Änderungen auch interne Prozesse betreffen können.

Wie du deine Nutzer durch den Wandel begleitest

Dieser Punkt ist mir besonders wichtig.

Menschen mögen Veränderungen nicht. Das ist kein Vorwurf, es ist einfach menschlich. Wir gewöhnen uns an Dinge. Wir entwickeln Routinen. Und wenn sich plötzlich alles ändert, fühlen wir uns unsicher.

Das gilt auch für deine Nutzer. Selbst wenn dein neues Design objektiv besser ist, werden manche Menschen erstmal unzufrieden sein. Weil alles anders ist. Weil sie sich neu orientieren müssen. Weil ihre vertrauten Wege nicht mehr funktionieren.

Bei B2B-Software kommt hinzu: Deine Nutzer haben oft keine Wahl. Sie müssen die Software nutzen, weil ihr Arbeitgeber sie einsetzt. Das macht die Begleitung durch den Wandel umso wichtiger.

Kommuniziere offen und früh

Kündige das Redesign an, bevor es kommt. Erkläre, warum ihr Änderungen vornehmt. Was wird besser? Welche Vorteile haben die Nutzer? Menschen akzeptieren Veränderungen leichter, wenn sie den Sinn dahinter verstehen.

Bei Enterprise-Kunden empfiehlt es sich, die Ansprechpartner auf Kundenseite frühzeitig einzubinden. Sie können die Änderungen intern kommunizieren und ihre Teams vorbereiten.

Orientierungshilfen anbieten

Führe deine Nutzer durch die neue Oberfläche. Das kann ein kurzes Onboarding sein, ein Video-Tutorial oder kontextuelle Hinweise. Zeig ihnen, wo sie die wichtigsten Funktionen finden.

Aber übertreib es nicht. Niemand mag Pop-ups, die bei jedem Klick aufploppen. Finde die richtige Balance.

Feedback ernst nehmen

Richte einen einfachen Kanal für Feedback ein. Zeig deinen Nutzern, dass ihre Meinung zählt. Und wenn berechtigte Kritik kommt, reagiere darauf. Manchmal müssen nach einem Launch noch Anpassungen vorgenommen werden. Das ist normal.

Zeit geben

Nicht alle werden das neue Design sofort lieben. Manche brauchen ein paar Tage oder Wochen, um sich daran zu gewöhnen. Das ist okay. Oft wandelt sich anfängliche Skepsis in Zustimmung, wenn die Menschen die Vorteile im Alltag erleben.

Mein Tipp: Beobachte die Nutzungsdaten in den ersten Wochen nach dem Launch besonders genau. Vergleiche sie mit den Daten vor dem Redesign. Achte dabei auf Metriken wie Task Completion Rate, Time on Task und Support-Anfragen. So erkennst du schnell, ob das neue Design die gewünschten Verbesserungen bringt oder ob Nachbesserungen nötig sind.

Fazit

Ein UX-Redesign ist mehr als ein visuelles Refresh. Es geht darum, die gesamte Nutzererfahrung zu überdenken und zu verbessern. Das erfordert Strategie, Geduld und vor allem eines: echtes Interesse an den Menschen, die deine Plattform nutzen.

Was du aus diesem Artikel mitnehmen solltest

Nutzerforschung ist nicht optional. Sie ist das Fundament jedes erfolgreichen Redesigns. Teams, die diesen Schritt überspringen, investieren oft viel Geld in Lösungen, die niemand braucht. Bei B2B-Plattformen bedeutet das auch: verschiedene Nutzerrollen einbeziehen und deren unterschiedliche Bedürfnisse verstehen.

Nicht alles Alte ist schlecht. Analysiere gründlich, was bereits funktioniert. Bewährte Elemente solltest du erhalten oder behutsam weiterentwickeln. Ein Redesign bedeutet nicht, alles über Bord zu werfen.

Klare Ziele machen den Unterschied. „Die UX verbessern“ ist kein messbares Ziel. „Die Zeit für die Einarbeitung neuer Nutzer von zwei Wochen auf drei Tage reduzieren“ schon. Ohne konkrete Ziele weißt du am Ende nicht, ob dein Redesign erfolgreich war.

Ein Design-System zahlt sich aus. Gerade bei komplexen B2B-Anwendungen sorgt es für Konsistenz und erleichtert zukünftige Erweiterungen.

Teste, bevor du entwickelst. Prototypen-Tests kosten einen Bruchteil dessen, was spätere Änderungen am fertigen Produkt kosten. Nutze diese Chance.

Begleite deine Nutzer durch die Veränderung. Kommuniziere offen, biete Orientierung und nimm Feedback ernst. Bei Enterprise-Kunden plane auch Schulungen und aktualisierte Dokumentation ein.

Ein gut durchgeführtes Redesign kann deine Plattform transformieren. Es kann die Nutzerzufriedenheit steigern, Support-Kosten senken, die Einarbeitungszeit verkürzen und dich klar von der Konkurrenz abheben. Aber es braucht Zeit, Sorgfalt und die Bereitschaft, wirklich zuzuhören.

Und jetzt?

Steht bei dir ein Redesign an? Oder überlegst du noch, ob es wirklich notwendig ist?

Meine Empfehlung: Beginne mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Schau dir deine Analytics an. Sammle Nutzerfeedback. Sprich mit deinem Support-Team, welche Fragen immer wieder kommen. Beobachte, wo Menschen Schwierigkeiten haben. Oft zeigt sich dann schnell, ob einzelne Optimierungen reichen oder ob ein umfassenderes Redesign sinnvoll ist.

Lass uns gerne darüber sprechen. Schreib mir, welche Herausforderungen du mit deiner Plattform hast. Gemeinsam finden wir heraus, welcher Weg für dich der richtige ist.

Bis dahin: Viel Erfolg bei deinem Projekt!

Manuela Aksu Hi, ich bin Manuela, UI Designerin aus München. Auf meinem Blog teile ich mein Wissen rund um UX/UI Design. Du findest hier praktische Anleitungen, erprobte Methoden und wertvolle Tipps für die Entwicklung erfolgreicher Interfaces. Zwischendurch bekommst du ehrliche Einblicke in meinen Arbeitsalltag als Freelancerin.

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