
Ein Portfolio sieht fast immer gut aus. Die Screens sind sauber, die Cases klingen rund. Trotzdem weißt du nach dem ersten Gespräch oft nicht, ob diese Person deinem gewachsenen Produkt wirklich helfen kann oder ob sie nur ein modernes Design drüberlegt. Woran du das erkennst, steht nicht im Portfolio. Es zeigt sich im Gespräch und in den ersten Tagen einer Zusammenarbeit.
Wer einen UX-Designer sucht, hat selten eine eigene UX-Abteilung, die mitbeurteilt. Die Entscheidung fällt über ein Portfolio, ein bis zwei Gespräche und ein Bauchgefühl. Ob deine Entscheidung die Richtige war, merkst du meist nicht sofort. Du merkst es nach ein paar Wochen. Das Geld ist ausgegeben, die Screens sind neu gestaltet, aber das ursprüngliche Problem ist noch immer vorhanden. Der Support beantwortet dieselben Fragen wie vorher. Neue Nutzer brauchen genauso lange, bis sie zurechtkommen. Du stehst praktisch wieder am Anfang.
Diesen Fehler vermeidest du, wenn du auf die richtigen Dinge achtest. Vier Punkte entscheiden und keiner davon steht in einem Portfolio. Genau auf diese vier gehe ich in diesem Artikel ein.
Ich bin Manuela, freiberufliche UX/UI-Designerin aus München. Seit 2013 bin ich selbständig und arbeite an gewachsenen B2B-Webanwendungen und bringe sie zurück in eine klare Struktur. Hier im Blog schreibe ich über Reibung in Software und über die Annahmen in der Produktarbeit, die immer wieder in die Irre führen. Außerdem gebe ich Einblicke, wie ich an diese Themen herangehe.